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Newcastle Exchange 2008 / 2009 – Erste Erfahrungen
Ich bin am Sonntag um 0 Uhr (oder auch am Samstag um 24 Uhr, wie ihr wollt
) wohlbehalten von meinem kleinen one-week-journey in England zurückgekommen. Eine schöne Gegend ist das da oben (aber verdammt kalt – ich war richtig froh, wieder in Heidelberg zu sein, obwohl es hierzulande auch nicht viel wärmer ist), mit herrlicher Landschaft (naja, in England gibt es eigentlich nur schöne Landschaft – ganz im Gegensatz zu Deutschland). Wir haben manches Schloss besichtigt – zum Beispiel Alnwick Castle (im Übrigen auch die Gärten), wo u.a. Harry Potter und der Stein der Weisen, Harry Potter und die Kammer des Schreckens und Elisabeth gedreht wurden. Aber fast am Schönsten war es fast in Beamish, einem open-air- Museum mit einem berühmt- berüchtigten Candyshop drin. 400 Gramm Süßigkeiten (Fudge usw. unter anderem als Mitbringsel für zu Hause) haben mich 6.20 £ gekostet. Schweineteuer, aber dafür dann auch richtig lecker …
Meine Gast- Familie war (wie, glaube ich, fast alle anderen Gast- Familien auch) sehr nett. Das Essen war – für englische Küche – sehr sehr lecker. Von einem für Newcastle typischen Gericht (Mince & Dumplings) habe ich mir, weil es sehr gemundet hat, sogar das Rezept geben lassen, damit wir es zu Hause nochmal kochen können. Wo Sie grad sagen Mince & Dumplings – dat is interessant (um hier mal diese für das Rheinland typische Wo-Sie-grad-sagen-Schleife anzuwenden). Dieses Rezept hatte die Mutter von meinem Austauschpartner, die das so vorzüglich gekocht hat, nicht etwa als ein Stück Papier zur Hand, nein, sie hatte es auf einer Diskette (einer sogenannten floppy disk) abgespeichert. Diese Diskette hat sie meinem Austauschpartner einmal mit in die Schule gegeben, damit er das Rezept ausdrucken kann. Meine hosting- family hatte zwar Computer, aber kein Internet und anscheinend auch keinen Drucker. Als mir Angus (so hieß mein Austausch- Partner) das ausgedruckte Rezept ein oder zwei Tage später in die Hand drückte, erzählte er mir eine etwas seltsame Geschichte, welche ich im folgenden, soweit sie mir noch bekannt ist, wiederzugeben versuche:
Auf dieser Diskette waren anscheinend vier Dokumente abgespeichert: zwei Word- Dokumente und zwei einfache Dateien (also ohne jede Endung). Dann stellte sich heraus, dass es sich bei dem einen Word- Dokument um ein gif- Bild gehandelt hat, und eine Datei ohne Endung war ein Word- Dokument. Ziemlich seltsam, die Geschichte, aber irgendwie lustig.
Naja, ich habe ja in meinem Zungenbrecher- Posting geschrieben, dass ich eventuell in England bloggen werde.
« Tja, was war das jetzt? » werden jetzt manche von euch denken, « Erst sagt er, er bloggt, und jetzt ist er schon aus England zurück, ohne auch nur einmal gebloggt zu haben!´»
Meine Anwort darauf ist einfach. Da die Gast- Familie – wie oben schon erwähnt – selbst kein Internet hatte, hatte ich nur in der Schule die Möglichkeit, ins Internet zu gehen. Ich hatte aber in der ganzen Woche nur zwei Vormittage, in denen ich in der Schule war. Und da hab ich dann doch lieber kurz mal die Mails gecheckt, geguckt, ob Eric Meyer mal wieder irgendetwas bloggt, oder beim W3C vorbeschaut, ob sich irgendetwas an der HTML 5 / XHTML 2- Front tut. Und da ich, als ich eine Mail an meine Mutter schrieb, auch noch – zu allem Überfluss – merkte, dass ich es mit einer englischen Tastatur zu tun hatte, die ja bekanntlich keine Umlaute unterstützt, dachte ich mir: Nein, hier blogge ich nicht. Rein theoretisch hätte ich es ja gekonnt: Meine Webseite ist ja jetzt komplett auf die Blog- Software Wordpress umgestellt. Und da man Wordpress auch als CMS nutzen kann – so, wie ich es gemacht habe – und man mit fast jedem CMS online – egal, wo man sich gerade auf der großen, weiten Welt befindet – seine Website verändern kann, wäre ein Blog- Eintrag von England aus rein theoretisch möglich gewesen.
In diesem Sinne verabschiede ich mich heute von euch und wünsche euch noch einen schönen Tag.
Euer Hans
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