Kurzfristig: Auftritte mit Niklas Müller (Trompete) und mir (Klavier) im Gymnasium Bammental am Montag & Mittwoch, 21. + 23. Mai. Details
16. June 2008

Kurztrip nach Groningen

Dieses Wochende machte ich mit meinem Vater von Samstag bis Sonntag einen kleinen Ausflug nach Groningen (Holland). Anlass dafür war, dass eines der zahlreichen Cembali dort in Groningen steht und dass dieses Cembalo dann bei einem Konzert gespielt werden sollte. Aber wegen einem Konzert extra 600 Kilometer hin und 600 Kilometer zurück zu fahren, ist ja irrsinnig; also brachte Matthias, um nicht nur des Konzerts wegen 1200 Kilometer zu fahren, auch noch einen Deckel eines Cembalos zu einem Maler nach Apeldoorn, dass ja, wenn man nach Groningen will, praktisch auf dem Weg liegt.

Wie auch immer … Als wir ein paar Kilometer vor der Grenze zu Holland waren, sahen wir eine Windmühle am Rande der Autobahn und mein Vater sagte mir, dass wir, sobald wir in Holland wären, ganz viele alte Windmühlen sähen; das Gegenteil war der Fall. Wir haben auf unserem zweitägigen “Urlaub” insgesamt nur 4-5 Windmühlen gesehen.

In Apeldoorn sagte Matthias dann, dass der gemeine Holländer keine Gardinen hat; prompt sahen wir ein Haus, das vollkommen zugezogen war. Ironie des Schicksals.

In Groningen angekommen sagte Matthias, man würde ganz viele Fahrradfahrer sehen; das endlich erwies sich als wahr. Man wurde nur so umspült von Fahrrädern.

Das Konzert am Samstagabend war für mich jetzt weniger interessant, aber als wir nachher dann noch mit den 60 Leuten oder wie viele es waren, die da eingeladen worden sind, in eine ziemlich nahe Kneipe gingen, kam ich dann langsam richtig in mein Element; nach zwei Colas setzte ich mich an das Piano, das es in dieser Kneipe gab und spielte ein paar Jazzstandards (“I’ve found a new baby”, “Ain’t she sweet”, “Autumn Leaves”, “Blue monk”, “Mercy mercy mercy”, “Lover man” …), die dann auch gefolgt wurden von einem ganz anständigen Applaus. Es wurde äußerst spät; um 2 Uhr nachts klappten mir bereits die Augen fast zu.

Am anderen Tag gingen Matthias und ich noch ein paar alte Orgeln (Schnittker und Co.) besuchen. Am Nachmittag ging es dann wieder auf die Autobahn, um es nach Hause zu fahren.

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