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17. November 2008
Ein äußerst interessanter Artikel, der heute in der Süddeutschen Zeitung zu finden war, vereint Politik, Computer und Humor miteinander. Wie? Das passt doch alles gar nicht zusammen? Denken Sie. Aus dem Artikel, betitelt « Biographie offline », geht hervor, dass am Wochenende anscheinend der Linken- Abgeordnete Lutz Heilmann die Seite wikipedia.de abschalten ließ. Grund: « Seine Abgeordneten- Biographie weist den 42- Jährigen als Rechtsreferendar am Lübecker Landgericht aus. » Das Lübecker Landgericht war auch das Gericht, welches über die Sperrung der Adresse wikipedia.de verfügt hat. Weiter heißt es:
Vor seiner juristischen und politischen Karriere, genauer gesagt von 1985 bis Januar 1990, arbeitete er in der Abteilung Personenschutz des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Die Tätigkeit bei der Stasi war unter anderem Gegenstand des Eintrags “Lutz Heilmann” in der Online- Enzyklopädie. Anstoß nahm der Politiker aber auch an der Behauptung, er habe in Lübeck angeblich einen Online- Sexshop betrieben.Süddeutsche Zeitung vom 17. Nov. 2008
Durch die “falschen, ehrabschneidenden und deshalb meine Persönlichkeitsrechte verletzenden Inhalt” fühlte sich Heilmann gezwungen, einen Anwalt einzuschalten und durch diesen die Adresse wikipedia.de zu schließen. Völlig idiotisch zwar, weil die Inhalte ja weiterhin auf de.wikipedia.org abrufbar sind, aber egal … Als ob wikipedia.de abzuschalten nicht schon genug wäre, hat Heilmann dann auch noch drei Strafanträge gegen Online- Autoren gestellt.
Thorsten Feldmann, Anwalt von Wikimedia, des Vereins, der die Seite betreibt, räumt ein, dass die umstrittenen Aussagen über Heilmann, sofern wahr, schädlich für dessen politische Karriere sein könnten. Trotzdem sei die Reaktion unverhältnismäßig. “Man kann nicht dafür sorgen, dass deshalb die deutsche Startseite dichtgemacht wird.”Süddeutsche Zeitung vom 17. Nov. 2008
Auch Fraktionssprecher Hendrik Thalheim, und nicht nur der, findet, Heilmann habe « mit Kanonen auf Spatzen geschossen ». Dabei scheint Heilmann selbst die Sperrung schon unangenehm zu sein. Er hat angekündigt, keine weiteren juristischen Schritte zu unternehmen. Die Weiterleitung von Wikipedia.de auf die Enzyklopädie könne ab sofort wieder geschaltet werden.
Wie ich heute feststellte, geht die Startseite schon wieder. Das gewohnte Bild mit der Suchmaske erwartet einen schon und wartet sehnsüchtig darauf, mit Inhalt gefüttert zu werden, um die Anfrage, oder auch das Request, as we say in England, zu bearbeiten und die entsprechenden Daten anzuzeigen.
30. September 2008
In der heutigen Englischstunde ging es um das Thema » Let off steam «. Wir sollten einen kleinen Text darüber schreiben, worüber wir uns am meisten ärgern.
In der heutigen Englischstunde ging es um das Thema » Let off steam «. Wir sollten einen kleinen Text darüber schreiben, worüber wir uns am meisten ärgern. Ich musste da sofort an das Kontaktformular von meinem Vater denken:
The styling of my contact form for my father’s website didn’t work in all browsers: As it was perfect in IE 7, the text fields weren’t placed correct in Firefox 3. BUT, in FF 2 it worked well. So, first, I let off steam and then I decided to optimize the styling for IE 7.
The contact form took me a few weeks.

- Kommentarfeld verspringt im Firefox 3
Wirklich wahr – ich weiß nicht, wie viele Stunden, wie viele Wochen ich mir an diesem Kontaktformular, das jetzt auf www.griewisch.de zu sehen ist, die Zähne ausgebissen habe. Am Ende ist es jetzt tatsächlich auf den Internet Explorer 7 optimiert; in Firefox 3 sieht es jetzt auch einigermaßen okay aus, von einem kleinen Versprung abgesehen. Da ich nicht davon ausgehe, das jeder einen Feuerfuchs (Firefox
) auf seinem Rechner hat, stelle ich hier einen Screenshot ein:
Ähnlich sieht es auch im Firefox 0.8 aus; hier sind außerdem die Radiobuttons nahe zum Text gerückt.
In Firefox Version 2 hingegen sieht alles bestens aus; die Ansicht ist mit der des IE 7 vergleichbar.
Aber warum der ältere Firefox (Version 2) das Kontaktformular jetzt besser darstellt als der neue Firefox 3 – isch weiß et nit.
12. July 2008

Das Neueste von Google: Schwarze opelsche Kleinwagen mit einer seltsamen Apparatur obendrauf, die zur Zeit in Frankfurt/Main, Berlin und München zu sehen sind. Diese seltsame Apparatur besteht aus mehreren Kameras, die die Umgebung genauestens abfotografieren; das ist auch der Grund, warum diese Opel auch nur Schrittgeschwindigkeit fahren.
Schon wieder sind Datenschützer besorgt, ob es Google gelingt, Personen und KFZ- Nummernschilder auf den Bildern, die bei Google Maps zu sehen sein sollen, unkenntlich zu machen.
[...] kam es zu einer Reihe von Beschwerden, vor allem, weil Personen deutlich erkennbar abgebildet wurden. Bekannt geworden ist eine Katzenbesitzerin aus Oakland in Kalifornien, die überrascht war, plötzlich ein Foto ihres Hauses im Internet zu finden, mit Kater Monty deutlich erkennbar auf dem Fenstersims.Süddeutsche Zeitung vom 8.Juli 2008, Seite 18
Googles Antwort:
[...] hat Google ein Verfahren entwickelt, das automatisch einen Unschärfefilter an der Stelle setzt, an der die Software im Originalbild Gesichter oder Nummernschilder erkennt. Sollte trotz dieser Maßnahmen noch jemand zu erkennen sein, der das nicht wünsche, sagtr Google- Sprecher Keuchel, “reagieren wir und machen ihn unkenntlich.”Süddeutsche Zeitung vom 8.Juli 2008, Seite 18
11. July 2008

In einem meiner vorigen Postings (“Wussten Sie schon? Die Googlefalle“) habe ich über das Thema Google und Datenschutz hergezogen. Ehrlich: Google und Datenschutz, das passt nicht zusammen. In dem ersten Blogeintrag, den ich über die Googlefalle schrieb, berief ich mich auf einen alten Zeitungsauschnitt, der beispielsweise aussagt, dass Google die Daten seiner Nutzer (IP- Adresse, bevorzugte Sucheingaben etc.) 18 Monate lang speichert. Schon darüber waren Datenschützer nicht sonderlich erfreut. Aber den Zeitungsartikeln in letzter Zeit nach zu schließen waren sie darüber, dass Google nun alle Nutzerdaten von Youtube, das ebenfalls – wie so vieles andere
– dem US- Konzern Google gehört, an Viacom weitergeben sollte, gerade zu schockiert.
Von welchen Zeitungsartikeln in letzter Zeit rede ich hier? Der erste Artikel, “Sehen und gesehen werden” hieß er glaube ich, erschien vor ein paar Tagen in der Süddeutschen Zeitung. Da meine Mutter den Artikel aber leider in den Papierkorb hat wandern lassen und es mir bis heute nicht gelungen ist, diesen Artikel auf den Webseiten der SZ oder sonst irgendwo in den Weiten des Webs – zum Beispiel bei paperball.de, einem riesigen Zeitungsarchiv – zu finden, muss ich hier meinem Gedächtnis vertrauen; daher muss nicht alles, was hier gesagt wird, der Wahrheit entsprechen. Angaben ohne Gewähr.
Der zweite Artikel widerum ist bei der Onlinepräsenz der Süddeutschen Zeitung in zwei ausführlichen Versionen (zum ersten Artikel und zum zweiten Artikel) vertreten, sodass hier alle Angaben mit Gewähr sind. Im Folgenden folgt eine kurze Inhaltsangabe der beiden Zeitungsartikel:
Der erste Zeitungsartikel beschreibt sozusagen den Prozessauftakt: Google wird von Viacom gezwungen, alle Nutzerdaten von Googles Tochter Youtube rauszurücken. Die Datenschützer aus aller Welt sehen schwarz. Als allerdings der Prozess zugunsten Viacoms entschieden wird, sind die Datenschützer geradezu empört (zweiter Artikel).
Fortsetzung folgt. Das verspreche ich Ihnen! Und zwar gleich morgen!
11. June 2008
Wussten Sie schon, dass Google mehr ist als nur eine einfache Suchmaschine – die, um es mal kurz anzumerken, die beiden Google- Erfinder, Larry Page und Sergey Brin, jetzt Multimilliardäre werden ließ? Ja. Dass Google durch Hinzugabe von Präfixen, “Worteingänsefüßelung” – ich hoffe, Sie wissen, was ich meine (das Einklammern des Wortes oder der Wörter mit Gänsefüßchen) – zu äußerst genauen, verfeinerten und präzisen Suchergebnissen führen kann, wussten vermutlich einige von Ihnen schon. Wer mehr über diese Tricks wissen will, der ist mit diesen Seiten – so denke ich – genau richtig bedient; ich werde dieses Thema im Verlaufe dieses Blogeintrages nämlich nicht weiter ansprechen.
Machen wir weiter mit dem eigentlichen Thema: Die Google- Falle! Die Google- Falle. Was hat es damit auf sich? Erinnern wir uns an die Frage, die am Anfang in den Raum gestellt worden war:
Wussten Sie schon, dass Google mehr ist als nur eine einfache Suchmaschine – [...]
In dem Begriff “einfache Suchmaschine” sind bei mir die Google- Tricks schon mit einbegriffen. Was ist es dann, dieses “mehr als …”?
Im Interview mit Gerhard Reischl hat Johannes Gernert für die Frankfurter Rundschau folgende Fakten aufgedeckt:
- Obwohl das Motto der Firma Google “Don’t be evil” (dt. ‘Tut nichts böses’) heißt, tut Google genau das: Es spioniert seine User aus, sammelt Daten, fügt diese zu äußerst detaillierten Profilen zusammen, von denen niemand weiß, wozu sie verwendet werden und wer zu diesen Daten Zugang hat. In diesen Profilen steht dann zum Beispiel, wer du bist, wofür du dich interessierst etc.. Die, die bisher geglaubt haben, im Internet anonym zu sein, muss ich hier enttäuschen: Google weiß gut über uns Bescheid, sogar ein bißchen zu gut. Zum Glück speichert die Firma die Daten immer nur 18 Monate.
8. June 2008
Wir schreiben den 6. Juni 2008. Ein Freitag, ein ganz normaler Freitag. Ein Freitag, an dem ich mit meiner Klasse im Rahmen des Geschichtsunterrichts mit meiner Geschichtslehrerin das Landemuseum für Technik und Arbeit in Mannheim besuche.
Fangen wir ganz von vorne an: Ich wache auf, frühstücke, dann steige ich in den Zug. In Heidelberg angekommen, nehme ich mir eine FAZ mit, die dort zufällig gerade kostenlos verteilt wurde. Wie ich so durch die Seiten blättere, komme ich zu dem Teil “Unternehmen und Wetter”. Die ganz große Schlagzeile auf dieser Seite: “Windows steckt in der Krise”.
Der eigentliche Artikel ist weniger interessant: Es geht darum, dass Microsoft jetzt endlich merkt, dass Vista irgendwie ein totaler Flop ist, dass sich zur Erhaltung des Betriebssystems XP, dass ja jetzt vom Markt genommen werden soll, ein paar Leute zu der Organisation “Safe XP” zusammengeschlossen haben, die inzwischen mehr als 200000 Mitglieder zählt, usw. usf.. Falls mehr Interesse an dem Artikel besteht, kann man ihn hier ganz lesen.
Wie auch immer, dass eigentlich witzige an diesem Artikel muss ich kurz zitieren:
Mitgründer und Verwaltungsratsvorsitzender Bill Gates gab aber vor wenigen Tagen auf einer Konferenz Schwachpunkte zu: Microsoft rühme sich seiner Kultur, seine Produkte ständig zu verbessern, und bei Vista habe das Unternehmen besonders viel Gelegenheit gehabt, diese Kultur zu demonstrieren, sagte Gates.Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Juni, Seite 20
Na, lustig?