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11. December 2008
Die Aussprache von « AJAX ». Ein schwieriges Thema. Ein Thema, bei dem man sich heute noch, nachdem es AJAX schon recht lange gibt, immer noch streitet und bei dem sich selbst die Profis uneins sind. Aber, was ist AJAX eigentlich?
Nein, ich rede nicht vom Scheuermilch Ajax. Ich rede auch nicht von Ajax, dem Helden aus der Ilias von Homer. Nein, ich rede von AJAX, Asynchronous JavaScript and XML. Schon einmal davon gehört? Nein? Müssen Sie ja auch nicht. Es reicht eigentlich, wenn ich Ihnen nur dieses mitteile: AJAX ist die Technik, die eine heutige Web 2.0- Website erst wie eine richtige Web 2.0- Website aussehen lässt. Alles unklar? Also, ich hole etwas weiter aus: AJAX (wobei man meist nur JavaScript meint und nicht XML) ist die Technik, die zum Beispiel dafür sorgt, dass man bei den Referenzen meines Vaters auf einen sogenannten Slider (damit meint man in unserem Falle jetzt zum Beispiel “CD- Aufnahmen u.a. mit” oder auch “Folgende Institute …”) klicken kann und dann ohne lästiges Neuladen einer neuen Seite mit AJAX- Technik ein weiterer Bereich aufgleitet. Auch bei der Diskographie meines Vaters habe ich AJAX angewandt: Die Tabelle kann per Klick auf einen Spaltenkopf ohne lästiges Neuladen einer neuen Seite sortiert werden. Ist zwar eigentlich unnötig, ist aber schön, nicht wahr? Ich meine, wozu soll man denn bitte eine Diskographie- Tabelle sortieren können? Aber egal.
Halten wir fest: AJAX ist eine Technik, des es erlaubt, neuen Inhalt ohne lästiges Neuladen einer komplett neuen Seite sofort ohne Verzögerung darzustellen. Wenn Sie sich näher mit AJAX befassen wollen, finden Sie bei der Wikipedia einen ganz guten Einstieg. Weitere Quellen gibt es im Internet zu hauf (groß oder klein? – Ich weiß es nicht …). Ansonsten – es geht doch nichts über ein schönes Buch, oder?
Schön. Aber wir waren ja bei der Aussprache von AJAX. Wie wird das also jetzt ausgesprochen?
Die Frage, wie AJAX ausgesprochen wird, kam bei einer kleinen Wanderung mit einigen Leuten aus unserer Straße auf. Unter diesen Leuten befand sich nämlich auch unser Nachbar von gegenüber. Dieser Nachbar von gegenüber – jetzt nicht denken, ich meine den Dackelmann
, nein, den meine ich nicht – hat schon lange mit Programmierung zu tun. Auch wenn er nicht auf die Programmierung fürs Web (PHP, Javascript …) spezialisiert ist, hat er doch schon mal was von AJAX gehört.
Er hat es “EI-CHECK” ausgesprochen (ich kann keine Lautschrift schreiben, also mache ich es in einer inoffiziellen Variante – diese gibt es allerdings wirklich!). Er beteuerte auch, dass AJAX bei Seminaren, die er besucht hatte, immer “EI-CHECK” ausgesprochen wurde.
Weitere Recherchen meinerseits zu dem Thema « Aussprache von AJAX » ergaben allerdings die Aussprache ˈeɪdʒæks. Wobei, glaube ich, diese Variante die Richtige ist, weil sie u.a. auch in der Wikipedia steht.
9. December 2008
Am 8. Dezember 2008 habe ich meine GFS über die Rote Kapelle gehalten. Kein Begriff? Noch nie davon gehört? Dieser Artikel klärt auf. Unter Verwendung von Quellen der Universitätsbibliothek Heidelberg ist der folgende Aufsatz entstanden (er liegt im HTML- Format vor, kann also direkt in dem Browser Ihrer Wahl betrachtet werden):
Zum Aufsatz “Die Rote Kapelle”
20. November 2008
Wir lesen in Deutsch gerade “Maria Stuart” von Fr. Schiller, naja, gut, okay, wir sind gerade im Begriff damit anzufangen. Und bevor wir mit dem ersten Akt, oder auch dem ersten Aufzug angefangen haben, haben wir ein wenig diskutiert. In der alten Reclam- Ausgabe des Textes, die unser Lehrer hat, und auch in anderen Ausgaben steht nämlich am Anfang: Trauerspiel in fünf Aufzügen. In der neueren Reclam- Ausgabe steht einfach nur: Ein Trauerspiel. Jetzt kam natürlich die Frage auf: Wie kommt der Reclam- Verlag dazu, einfach nur ein Trauerspiel dahinzuschreiben? Unser Lehrer hat uns das folgendermaßen erklärt: Ein Trauerspiel ist ein Drama. Der Begriff “Drama” meint einfach nur ein Theaterstück. Es kann aber auch ein dramatisches Theaterstück sein, also ein trauriges. Und ein Drama hat immer fünf Akte. Darum konnte es sich also der Reclam- Verlag erlauben, einfach nur Ein Trauerspiel hinzuschreiben.
Dann hat der Lehrer ein Beispiel angebracht:
Stellt euch vor, in der Zeitung steht eine kurze Meldung: Ein Drama passiert irgendwo. Ein Mann wurde von einem Auto überfahren. Hmm, wurde dieser Mann dann in fünf Akten überfahren? So nach Motto:
- Erster Akt: Auto kommt herangefahren.
- Zweiter Akt: Mann geht auf die Straße.
- Dritter Akt: Auto überfährt Mann.
- Vierter Akt: Auto hat Mann überfahren.
- Fünfter Akt: Auto fährt weiter.
Hier liegt offenbar ein falscher Gebrauch des Wortes “Drama” vor. Und das jeden Tag. Jeden Tag passiert, wenn man den Zeitungen glauben darf, irgendwo auf der Welt ein Drama in fünf Akten.
Ebenso verhält es sich mit dem Wort Katastrophe. Das kommt aus dem Griechischen (wie so vieles im Leben – wenn irgendetwas aus irgendeiner Sprache hergeleitet werden kann, dann ist es entweder Griechisch oder Lateinisch) und bedeutet in etwa « herabwenden ». Eine Katastrophe ist also – im Grunde seines Wortes – die Wendung zum Niedergang. Im täglichen Sprachgebrauch meint das Wort Katastrophe jedoch schon das Unglück selbst und nicht die Wendung zum Unglück.
-> Und was ist die Moral von der Geschicht’? Im Deutschunterricht kann man viel lernen …
2. November 2008
Von Samstag auf Sonntag war ich mit meiner Schwester und meinen Eltern in Zürich in der Schweiz bei meinem Bruder, der dort an der ETH studiert. Weshalb wir da jetzt genau hingefahren sind – isch weiß it nit. Wegen irgendeinem Bohrerset für meinen Bruder und irgendeiner Revision von einem Cembalo von meinem Vater, das in der Musikhochschule in Zürich steht, glaube ich.
Das Wetter in Zürich jedenfalls war relativ gut – nicht übermäßig viel Sonnenschein, aber auch kein Regen. Aber es war kalt da unten, um die 4° Celsius, nehme ich an. Es lag auch schon einiger Schnee an den Straßenrändern.
Am Samstag haben wir uns aufgeteilt: Papa ist zur Musikhochschule gegangen, das Cembalo zu revidieren, und der Rest, also Mama, Schwester und ich sind ein wenig in der Altstadt rumgelaufen und sind in verschiedene Läden hineinspaziert – zum Beispiel in die größte Buchhandlung Zürichs, Orell Füssli in der Füsslistraße. Dann haben wir auch noch echten originalen Schweizer Käse gekauft, und waren noch in einem ganz schönen Kolonialwarenladen (so heißt das wirklich, das hab ich mir nicht ausgedacht
), dem Schwarzbach, wo wir auch noch die ein oder anderen Dinge wie zum Beispiel Feigen gekauft haben.
Später am Tag hat man sich dann mit meinem Bruder getroffen, und wir haben noch eine Wohnung besucht (mein Bruder ist gerade auf Wohnungssuche), die er dann vielleicht als WG nutzen wollte. So gegen 7 Uhr abends dann sind wir noch essen gegangen – in einem Restaurant, das « Crazy Cow » hieß. Danach sind wir schlafen gegangen. Mama, Papa und ich sind dabei in ein Mercure- Hotel gegangen; meine Schwester hat bei meinem Bruder gepennt.
Das Hotel war auch ganz angenehm, Mercure- typisch eben.
Sonntags früh ist die « Hotel- Truppe » dann in das Kunsthaus gegangen. Naja, gut, das stimmt so nicht ganz. Mama und Papa haben die alten Meister und was es noch alles in dem Kunsthaus gab besichtigt, ich habe noch mit den Trams ein bißchen Zürich erkundet. Um halb 2 Uhr haben wir uns vor dem Kunsthaus wiedergetroffen. Wenig später haben wir dann noch meine Schwester bei meinem Bruder aufgegabelt, tja, und dann … dann ging es wieder nach Hause.
20. October 2008
Ich bin am Sonntag um 0 Uhr (oder auch am Samstag um 24 Uhr, wie ihr wollt
) wohlbehalten von meinem kleinen one-week-journey in England zurückgekommen. Eine schöne Gegend ist das da oben (aber verdammt kalt – ich war richtig froh, wieder in Heidelberg zu sein, obwohl es hierzulande auch nicht viel wärmer ist), mit herrlicher Landschaft (naja, in England gibt es eigentlich nur schöne Landschaft – ganz im Gegensatz zu Deutschland). Wir haben manches Schloss besichtigt – zum Beispiel Alnwick Castle (im Übrigen auch die Gärten), wo u.a. Harry Potter und der Stein der Weisen, Harry Potter und die Kammer des Schreckens und Elisabeth gedreht wurden. Aber fast am Schönsten war es fast in Beamish, einem open-air- Museum mit einem berühmt- berüchtigten Candyshop drin. 400 Gramm Süßigkeiten (Fudge usw. unter anderem als Mitbringsel für zu Hause) haben mich 6.20 £ gekostet. Schweineteuer, aber dafür dann auch richtig lecker …
Meine Gast- Familie war (wie, glaube ich, fast alle anderen Gast- Familien auch) sehr nett. Das Essen war – für englische Küche – sehr sehr lecker. Von einem für Newcastle typischen Gericht (Mince & Dumplings) habe ich mir, weil es sehr gemundet hat, sogar das Rezept geben lassen, damit wir es zu Hause nochmal kochen können. Wo Sie grad sagen Mince & Dumplings – dat is interessant (um hier mal diese für das Rheinland typische Wo-Sie-grad-sagen-Schleife anzuwenden). Dieses Rezept hatte die Mutter von meinem Austauschpartner, die das so vorzüglich gekocht hat, nicht etwa als ein Stück Papier zur Hand, nein, sie hatte es auf einer Diskette (einer sogenannten floppy disk) abgespeichert. Diese Diskette hat sie meinem Austauschpartner einmal mit in die Schule gegeben, damit er das Rezept ausdrucken kann. Meine hosting- family hatte zwar Computer, aber kein Internet und anscheinend auch keinen Drucker. Als mir Angus (so hieß mein Austausch- Partner) das ausgedruckte Rezept ein oder zwei Tage später in die Hand drückte, erzählte er mir eine etwas seltsame Geschichte, welche ich im folgenden, soweit sie mir noch bekannt ist, wiederzugeben versuche:
Auf dieser Diskette waren anscheinend vier Dokumente abgespeichert: zwei Word- Dokumente und zwei einfache Dateien (also ohne jede Endung). Dann stellte sich heraus, dass es sich bei dem einen Word- Dokument um ein gif- Bild gehandelt hat, und eine Datei ohne Endung war ein Word- Dokument. Ziemlich seltsam, die Geschichte, aber irgendwie lustig.
Naja, ich habe ja in meinem Zungenbrecher- Posting geschrieben, dass ich eventuell in England bloggen werde.
« Tja, was war das jetzt? » werden jetzt manche von euch denken, « Erst sagt er, er bloggt, und jetzt ist er schon aus England zurück, ohne auch nur einmal gebloggt zu haben!´»

- Bild einer englischen Tastatur
Meine Anwort darauf ist einfach. Da die Gast- Familie – wie oben schon erwähnt – selbst kein Internet hatte, hatte ich nur in der Schule die Möglichkeit, ins Internet zu gehen. Ich hatte aber in der ganzen Woche nur zwei Vormittage, in denen ich in der Schule war. Und da hab ich dann doch lieber kurz mal die Mails gecheckt, geguckt, ob Eric Meyer mal wieder irgendetwas bloggt, oder beim W3C vorbeschaut, ob sich irgendetwas an der HTML 5 / XHTML 2- Front tut. Und da ich, als ich eine Mail an meine Mutter schrieb, auch noch – zu allem Überfluss – merkte, dass ich es mit einer englischen Tastatur zu tun hatte, die ja bekanntlich keine Umlaute unterstützt, dachte ich mir: Nein, hier blogge ich nicht. Rein theoretisch hätte ich es ja gekonnt: Meine Webseite ist ja jetzt komplett auf die Blog- Software Wordpress umgestellt. Und da man Wordpress auch als CMS nutzen kann – so, wie ich es gemacht habe – und man mit fast jedem CMS online – egal, wo man sich gerade auf der großen, weiten Welt befindet – seine Website verändern kann, wäre ein Blog- Eintrag von England aus rein theoretisch möglich gewesen.
In diesem Sinne verabschiede ich mich heute von euch und wünsche euch noch einen schönen Tag.
Euer Hans
4. October 2008
Warum tränen dem Menschen, wenn er Zwiebeln schneidet, die Augen? Wat für ein Stoff ist in Zwiebeln drin, dass die Augen so gereizt reagieren und anfangen zu Tränen wie Sau? Interessante Fragen … Die Antwort darauf ist einfach: Das im Innern der Zelle einer Zwiebel befindliche Enzym Alliinase und die in der Zellenwand enthaltene schwefelhaltige Aminosäure (Isoalliin) spalten sich unter anderem in das reizende Propanthial-S-Oxid, welches dann durch Verdunstung und Spritzer die Schleimhäute reizt; infolgedessen tränen die Augen.
Hätten Sie das gewusst?
3. October 2008
Als ich heute in einer Geolino- Zeitschrift nach ein paar Rezepten suchte, stach mir – als ich den entsprechenden Artikel gefunden hatte – auf einmal das Wort » Umami « in die Augen; dies führte dazu, dass ich wieder einmal an die Frage denken musste: » Was genau ist eigentlich Umami? «
Als ich heute in einer Geolino- Zeitschrift nach ein paar Rezepten suchte, stach mir – als ich den entsprechenden Artikel gefunden hatte – auf einmal das Wort » Umami « in die Augen; dies führte dazu, dass ich wieder einmal an die Frage denken musste: » Was genau ist eigentlich Umami? «
Ja, was genau ist eigentlich Umami? Irgendein fünfter Geschmackssinn, soviel wusste ich schon vorher. Aber was genau sollte dieser fünfte Geschmackssinn sein? Neben Umami gibt es noch salzig, süß, sauer und bitter. Wie genau also sollte Umami schmecken?
Und dieses eine Mal habe ich daran gedacht, auch mal nachzuschlagen:
Der Begriff » Umami « kommt aus dem Japanischen (weil ein Japaner namens Kikunae Ikeda diese Geschmacksqualität entdeckt hat) und kann mit » würzig, herzhaft « übersetzt werden.
Soviel zum Thema » Umami, der vergessene fünfte Geschmack «.
30. September 2008
In der heutigen Englischstunde ging es um das Thema » Let off steam «. Wir sollten einen kleinen Text darüber schreiben, worüber wir uns am meisten ärgern.
In der heutigen Englischstunde ging es um das Thema » Let off steam «. Wir sollten einen kleinen Text darüber schreiben, worüber wir uns am meisten ärgern. Ich musste da sofort an das Kontaktformular von meinem Vater denken:
The styling of my contact form for my father’s website didn’t work in all browsers: As it was perfect in IE 7, the text fields weren’t placed correct in Firefox 3. BUT, in FF 2 it worked well. So, first, I let off steam and then I decided to optimize the styling for IE 7.
The contact form took me a few weeks.

- Kommentarfeld verspringt im Firefox 3
Wirklich wahr – ich weiß nicht, wie viele Stunden, wie viele Wochen ich mir an diesem Kontaktformular, das jetzt auf www.griewisch.de zu sehen ist, die Zähne ausgebissen habe. Am Ende ist es jetzt tatsächlich auf den Internet Explorer 7 optimiert; in Firefox 3 sieht es jetzt auch einigermaßen okay aus, von einem kleinen Versprung abgesehen. Da ich nicht davon ausgehe, das jeder einen Feuerfuchs (Firefox
) auf seinem Rechner hat, stelle ich hier einen Screenshot ein:
Ähnlich sieht es auch im Firefox 0.8 aus; hier sind außerdem die Radiobuttons nahe zum Text gerückt.
In Firefox Version 2 hingegen sieht alles bestens aus; die Ansicht ist mit der des IE 7 vergleichbar.
Aber warum der ältere Firefox (Version 2) das Kontaktformular jetzt besser darstellt als der neue Firefox 3 – isch weiß et nit.
30. June 2008
Nach zwei Wochen vergeblichen Wartens nun endlich mal wieder ein kleiner Post meinerseits – der letzte in diesem Monat – hier in diesen Blog.
Dieses Wochenende war ich in Berlin. Grund: Mein Vater hatte dort anlässlich des 30- jährigen Abiturs ein Klassentreffen. Da auch ich meine Großeltern, die in Berlin leben, sehen wollte, ging ich kurzerhand mit – unter anderem auch deswegen, weil ich vor unserer Englandklassenfahrt irgendwann gegen Ende dieses Jahres schon einmal mit dem Flugzeug geflogen sein wollte. Auf die Frage meines Vaters am Ende des Fluges, wie der Flug denn nun gewesen sei, antwortete ich ihm, ich habe ihn langweilig gefunden – außer Start und Landung natürlich.
Mein kurzer zweieinhalb Tage dauernder Ausflug nach Berlin war aber schon sehr schön; unter anderem deshalb, weil ich dort neben meinen Großeltern nicht nur Tante und Onkel gesehen habe, nein, auch meine Cousins und meine Cousine waren da. Nun, am Samstag Nachmittag war ich noch bei Dussmann, der wohl größten Buchhandlung Berlins, in der Hoffnung, ein gutes Einsteigerwerk über Javascript zu finden, das möglichst auch noch ein wenig unterhaltsam den ganzen Stoff rüberbringt: Fehlanzeige. Von den wenigen Büchern, die es über Javascript gab, sprach mich keines so recht an. Naja, egal …
Jedenfalls hat dieses Wochenende viel Spaß gemacht …
16. June 2008
Dieses Wochende machte ich mit meinem Vater von Samstag bis Sonntag einen kleinen Ausflug nach Groningen (Holland). Anlass dafür war, dass eines der zahlreichen Cembali dort in Groningen steht und dass dieses Cembalo dann bei einem Konzert gespielt werden sollte. Aber wegen einem Konzert extra 600 Kilometer hin und 600 Kilometer zurück zu fahren, ist ja irrsinnig; also brachte Matthias, um nicht nur des Konzerts wegen 1200 Kilometer zu fahren, auch noch einen Deckel eines Cembalos zu einem Maler nach Apeldoorn, dass ja, wenn man nach Groningen will, praktisch auf dem Weg liegt.
Wie auch immer … Als wir ein paar Kilometer vor der Grenze zu Holland waren, sahen wir eine Windmühle am Rande der Autobahn und mein Vater sagte mir, dass wir, sobald wir in Holland wären, ganz viele alte Windmühlen sähen; das Gegenteil war der Fall. Wir haben auf unserem zweitägigen “Urlaub” insgesamt nur 4-5 Windmühlen gesehen.
In Apeldoorn sagte Matthias dann, dass der gemeine Holländer keine Gardinen hat; prompt sahen wir ein Haus, das vollkommen zugezogen war. Ironie des Schicksals.
In Groningen angekommen sagte Matthias, man würde ganz viele Fahrradfahrer sehen; das endlich erwies sich als wahr. Man wurde nur so umspült von Fahrrädern.
Das Konzert am Samstagabend war für mich jetzt weniger interessant, aber als wir nachher dann noch mit den 60 Leuten oder wie viele es waren, die da eingeladen worden sind, in eine ziemlich nahe Kneipe gingen, kam ich dann langsam richtig in mein Element; nach zwei Colas setzte ich mich an das Piano, das es in dieser Kneipe gab und spielte ein paar Jazzstandards (“I’ve found a new baby”, “Ain’t she sweet”, “Autumn Leaves”, “Blue monk”, “Mercy mercy mercy”, “Lover man” …), die dann auch gefolgt wurden von einem ganz anständigen Applaus. Es wurde äußerst spät; um 2 Uhr nachts klappten mir bereits die Augen fast zu.
Am anderen Tag gingen Matthias und ich noch ein paar alte Orgeln (Schnittker und Co.) besuchen. Am Nachmittag ging es dann wieder auf die Autobahn, um es nach Hause zu fahren.